Loslassen – How to leave it and don’t look back

Loslassen - How to leave it and don't look back

Sofort loslassen! Eigentlich eine ganz einfache Handlung. Alle Muskeln entspannen und den Rest erledigt die Schwerkraft. Vielleicht schaust du noch, dass die Mülltonne oder ein tiefer Aushub im Garten in Fallrichtung bereit steht, damit du dein Nest nicht beschmutzt. Deckel zu, Sand drauf… fertig. Klappt bei dir nicht so?

Kunterbuntes, funkelndes Spielzeug

Ist der Mensch unfähig loszulassen? Schaut man sich Kinder an, so sind sie sofort bereit loszulassen, wenn sie die Hände für was neues, viel interessanteres benötigen. Zack, fällt – was auch immer es war – zu Boden und das neue wird fokussiert beäugt, gedreht und begutachtet. Überhaupt schmeißen Kinder alles von sich, was sie nervt. Schlechtes Essen, Socken im Sommer, Mütze auf dem Kopf… weg damit, wenn es stört. Eine Eigenschaft die, wenn man es ein bisschen betrachtet, sehr hilfreich sein kann, falls man sich entschieden hat, sich nicht mehr mit jedem Scheiss zu beschäftigen.

Das ist doch noch gut

Okay, worum geht es? Natürlich geht es nicht um bunt glänzendes Kinderspielzeug, sondern um unsere ungeliebten Angewohnheiten, Energiesauger Projekte, Situationen oder Partnerschaften. Kurz gesagt alles, was uns nervt im Leben und was wir im Nachhinein am Liebsten gar nicht erst angefangen hätten, einfach alles, was uns irgendwie stresst. Will man vorankommen, hilft es ungemein diesen Stress loszuwerden. Man ist fokussierter und kann sich auf die schönen Dinge im Leben konzentrieren. Aber warum können wir nicht einfach ändern und loslassen? Zum einen kommt in den Meisten gerade dieses „Du kannst doch nicht einfach alles wegwerfen, nur weil es Dir nicht gefällt…“ Gefühl hoch und zum anderen gibt es den gängigen Jäger-und-Sammlersatz: „Das könnte man ja noch mal gebrauchen…“. Das bringt uns vielleicht auf die richtige Spur. Zum einen Konvention und zum anderen Verlustangst. Ein doppelt gesichertes Schloss.

Millionen Jahre Evolution umsonst

Da kann man sich ab und zu vor Augen führen, wie dämlich der Mensch eigentlich ist. Fragt euch ehrlich wie viel Energie ihr wirklich einsetzen würdet, um 1.000 Euro extra zu verdienen? Nette Idee, oder? Im Gegenzug die Frage, was dein Energielevel tut, wenn von der alten Wohnung die Kaution von 1.000 Euro nicht zurück gezahlt wird. Mieterverein anrufen, Anwalt einschalten, Briefe schreiben und den ganzen Freundeskreis an der Überlegung teilhaben lassen, wie man nun seine 1.000 Euro zurück kriegt. Wir reißen uns eher ein Bein aus, um einen Euro zu behalten, als einen neuen Euro extra zu verdienen. Der potentielle Verlust ist bekannt, der zukünftige Gewinn ein Traum. Blöd eigentlich, wenn man das so liest, oder? Testet diese Fragen mal in Eurem Umfeld.

Keine Hintertür offen lassen

Sehr menschlich ist es außerdem, erst loszulassen, wenn die Zukunft bereits da ist, man also bereits eine neue oder bessere Alternative gefunden hat. Soweit so gut, es gibt also Hoffnung? Würde der Mensch sich jetzt auf diese Alternative stürzen und konzentrieren, geht es voran. Doch oft – um in Beziehungsdeutsch zu reden – hält sich der wechselfreudige Partner die Hintertür offen, vielleicht doch noch mal reuig zurückkehren zu können. Oder es wird die Festanstellung als Fallback behalten und statt nervigen Leuten zu sagen, dass sie nerven, werden deren Anrufe mit der wissenden Miene des schlechten Gewissens auf die Mailbox geschickt. Genauso werden unsinnige Geschäfte und Projekte nicht dahin geschickt wo sie hingehören, werkstattfreudige Autos nicht verkauft, überquellende Keller nicht ausgeräumt und so weiter und so fort. Sammeln, horten, aushalten… Messis sind nur die anderen. Dabei brauchen wir den Wechsel, um am Leben zu sein!

Eine Krise muss her!

Der Mensch braucht am Besten eine handfeste Krise, um sich oder sein leben wirklich zu verändern. Wir lassen los, wenn wir dazu gezwungen werden. Dann ist loslassen möglich. Dabei ist loslassen so toll! Loslassen macht glücklich. Ich empfehle sogar, loslassen zu trainieren! (Und jetzt reden wir natürlich nicht Beziehungsdeutsch.) Loslassen macht Platz für neues! Dabei ist es egal, ob es ein Möbelstück, ein Karren, eine Angewohnheit oder einfach irgendein energiesaugender Idiot/eine Idiotin ist, der/die einem das Vorankommen schwer macht. Wenn ihr nicht loslasst, wird das Leben zäh wie Gelee. Leben in Gelee heißt für mich: man kann alles sehen, aber irgendwie strengt jede Bewegung übermäßig an. Loslassen hilft hier total. Alles läuft wieder flüssig und flockig, wenn du los bist, was du in der Zukunft einfach nicht brauchst.

Tür abschließen, Schlüssel in wegwerfen

Haben wir unsere Duldungsstarre einmal überwunden und uns tatsächlich selbst bewegt, ist das ein unglaublich gutes Gefühl. Man kommt plötzlich wieder voran und das Leben wird leichter und glücklicher. Man muss sich nicht mal mehr umdrehen, es ist einfach nicht mehr interessant und nicht mehr nötig. Wie kann man aber nun dafür sorgen, dass man in den gleichen alten Mist nicht gleich wieder rein rutscht? Ich mag ja die Sprengmethode. Was auch immer du in deinem Leben los werden willst, sprenge es!
Zelebriere es! Mach ein unvergessliches Event draus! Und ja, ich sprenge auch Freund- und Bekanntschaften. Versuch es, es ist wunderbar befreiend.

9 Tipps, in hippen Statements

Um mit einer Situation, einem Gegenstand oder einem ungeliebten Mitmenschen ab- und eine Rückkehr definitiv auszuschließen, solltet ihr also lernen zu sprengen. Ein Projekt nicht nur stoppen sondern mit einer Party lauthals abmoderieren. Den Scheiss im Keller verkaufen, verschenken, wegschmeißen, wie hier bereits beschrieben. Nervigen Menschen gehörig die Meinung sagen, ohne zu diskutieren. Klare Entscheidung, klare Ansage, klares NEIN-sagen, keinerlei Reaktion auf Messages starten und gern auch auf allen Kanälen blockieren. Danach brauchst du dich nicht mehr umzudrehen und kannst nach vorn schauen. Nutze die gewonnene Energie, voranzukommen und mehr von allem zu tun, was dich wirklich glücklich macht. Die Tipps, in trendigen Statements gesprochen:

  1. No reason to stay is a good reason to go.
  2. Learn to say NO without explaining yourself
  3. Close some doors. Not because of pride, incapacity or arrogance, but simply they no longer lead somewhere
  4. My only regret is that I didn’t tell enough people to fuck off
  5. Nen Scheiss muss ich
  6. Don’t look back, you’re not going that way
  7. Do more of what makes you happy
  8. Surround yourself with those on the same mission as you
  9. Add happiness to your life!

Was nervt dich in deinem Leben? Was würdest du am liebsten sofort abstellen? Wie eliminierst du Energiesauger und Nervkram? Los, erzähl mal!

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